Tschernobyl und Frankreich. Die Debatte um die Auswirkungen des Reaktorunfalls im Kontext der französischen Atompolitik und Elitenkultur

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Uittreksel

Die französische Debatte um die Auswirkungen von Tschernobyl nahm ihren Ausgangspunkt in einem politischen Skandal: 1986 verzichtete Frankreichs Regierung auf Schutzmaßnahmen, da die französischen Nuklearexperten den Standpunkt vertraten – und bis heute vertreten –, dass der radioaktive Niederschlag keine Gefahr für die französische Bevölkerung darstellen würde. Diese Sichtweise wurde umgehend in Frage gestellt und führte zu einer intensiven Debatte darüber, ob hier bewusst eine Gefährdung der Bevölkerung in Kauf genommen wurde, um das französische Atomprogramm zu schützen. Um die Intensität dieser Auseinandersetzung und die mit ihr verbundenen Implikationen zu verstehen, muss man sie in den Kontext von Frankreichs Atompolitik und Elitenkultur einordnen. Hierbei wird deutlich, dass es nicht allein um die Auswirkungen von Tschernobyl geht, sondern um die Macht der französischen « nucléocratie ».
Originele taal-2Duits
UitgeverijPeter Lang
Aantal pagina's209
ISBN van geprinte versie9783653006421
StatusGepubliceerd - 2011
Extern gepubliceerdJa

Publicatie series

NaamZivilisationen & Geschichte

Vingerafdruk

France

Citeer dit

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Tschernobyl und Frankreich. Die Debatte um die Auswirkungen des Reaktorunfalls im Kontext der französischen Atompolitik und Elitenkultur. / Kalmbach, K.

Peter Lang, 2011. 209 blz. (Zivilisationen & Geschichte).

Onderzoeksoutput: Boek/rapportBoekAcademic

TY - BOOK

T1 - Tschernobyl und Frankreich. Die Debatte um die Auswirkungen des Reaktorunfalls im Kontext der französischen Atompolitik und Elitenkultur

AU - Kalmbach, K.

PY - 2011

Y1 - 2011

N2 - Die französische Debatte um die Auswirkungen von Tschernobyl nahm ihren Ausgangspunkt in einem politischen Skandal: 1986 verzichtete Frankreichs Regierung auf Schutzmaßnahmen, da die französischen Nuklearexperten den Standpunkt vertraten – und bis heute vertreten –, dass der radioaktive Niederschlag keine Gefahr für die französische Bevölkerung darstellen würde. Diese Sichtweise wurde umgehend in Frage gestellt und führte zu einer intensiven Debatte darüber, ob hier bewusst eine Gefährdung der Bevölkerung in Kauf genommen wurde, um das französische Atomprogramm zu schützen. Um die Intensität dieser Auseinandersetzung und die mit ihr verbundenen Implikationen zu verstehen, muss man sie in den Kontext von Frankreichs Atompolitik und Elitenkultur einordnen. Hierbei wird deutlich, dass es nicht allein um die Auswirkungen von Tschernobyl geht, sondern um die Macht der französischen « nucléocratie ».

AB - Die französische Debatte um die Auswirkungen von Tschernobyl nahm ihren Ausgangspunkt in einem politischen Skandal: 1986 verzichtete Frankreichs Regierung auf Schutzmaßnahmen, da die französischen Nuklearexperten den Standpunkt vertraten – und bis heute vertreten –, dass der radioaktive Niederschlag keine Gefahr für die französische Bevölkerung darstellen würde. Diese Sichtweise wurde umgehend in Frage gestellt und führte zu einer intensiven Debatte darüber, ob hier bewusst eine Gefährdung der Bevölkerung in Kauf genommen wurde, um das französische Atomprogramm zu schützen. Um die Intensität dieser Auseinandersetzung und die mit ihr verbundenen Implikationen zu verstehen, muss man sie in den Kontext von Frankreichs Atompolitik und Elitenkultur einordnen. Hierbei wird deutlich, dass es nicht allein um die Auswirkungen von Tschernobyl geht, sondern um die Macht der französischen « nucléocratie ».

UR - http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-00642-1

M3 - Boek

SN - 9783653006421

T3 - Zivilisationen & Geschichte

BT - Tschernobyl und Frankreich. Die Debatte um die Auswirkungen des Reaktorunfalls im Kontext der französischen Atompolitik und Elitenkultur

PB - Peter Lang

ER -