Vom einfachen Komplex zum komplexen Gitter : Supramolekulare Komplexchemie

S. Schmatloch, U.S. Schubert

Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

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Abstract

Koordinationsverbindungen, die bereits im vorletzten Jahrhundert durch die klassische Komplexchemie und Koordinationslehre beschrieben wurden und seit den späten 50iger Jahren intensiv auf dem Gebiet der homogenen und heterogenen Katalyse Einsatz finden, stehen erneut im Mittelpunkt eines neuen Forschungsbereichs: der metallo-supramolekularen Chemie. Komplizierte, supramolekulare Liganden, als Weiterentwicklung einfacher einzähniger Liganden und Chelatliganden, führen auf der Basis von Selbstorganisations- und Selbsterkennungsprozessen zusammen mit koordinierenden Metallionen zu genau definierten supramolekularen Architekturen. Die Natur nutzt diese als wesentliche Funktionsträger in biologischen Systemen, z. B. den Hämoglobin-Eisen-Komplex. Diesem Vorbild folgend versucht die supramolekulare Chemie, hochkomplexe, jedoch genau definierte Geometrien, wie Helikate, Fäden, Leitern, Rechen oder Gitter präparativ herzustellen und somit neuartige Materialien mit speziellen Eigenschaften zu entwickeln. Der Metallkomplex als zentrale Einheit der neuen Verbindungsklasse kann zu funktionalen supramolekularen Systemen führen. Diese könnten Anwendungen auf den Gebieten der Polyelektrolyte, der Elektrochemie (elektrisch leitende Polymere und Redoxkatalysatoren) und der Photochemie (organische Solarzellen) ermöglichen.
Original languageEnglish
Pages (from-to)180-187
JournalChemie in Unserer Zeit
Volume37
Issue number3
DOIs
Publication statusPublished - 2003

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Schmatloch, S. ; Schubert, U.S. / Vom einfachen Komplex zum komplexen Gitter : Supramolekulare Komplexchemie. In: Chemie in Unserer Zeit. 2003 ; Vol. 37, No. 3. pp. 180-187.
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author = "S. Schmatloch and U.S. Schubert",
year = "2003",
doi = "10.1002/ciuz.200300247",
language = "English",
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journal = "Chemie in Unserer Zeit",
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publisher = "Wiley-VCH Verlag",
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Vom einfachen Komplex zum komplexen Gitter : Supramolekulare Komplexchemie. / Schmatloch, S.; Schubert, U.S.

In: Chemie in Unserer Zeit, Vol. 37, No. 3, 2003, p. 180-187.

Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

TY - JOUR

T1 - Vom einfachen Komplex zum komplexen Gitter : Supramolekulare Komplexchemie

AU - Schmatloch, S.

AU - Schubert, U.S.

PY - 2003

Y1 - 2003

N2 - Koordinationsverbindungen, die bereits im vorletzten Jahrhundert durch die klassische Komplexchemie und Koordinationslehre beschrieben wurden und seit den späten 50iger Jahren intensiv auf dem Gebiet der homogenen und heterogenen Katalyse Einsatz finden, stehen erneut im Mittelpunkt eines neuen Forschungsbereichs: der metallo-supramolekularen Chemie. Komplizierte, supramolekulare Liganden, als Weiterentwicklung einfacher einzähniger Liganden und Chelatliganden, führen auf der Basis von Selbstorganisations- und Selbsterkennungsprozessen zusammen mit koordinierenden Metallionen zu genau definierten supramolekularen Architekturen. Die Natur nutzt diese als wesentliche Funktionsträger in biologischen Systemen, z. B. den Hämoglobin-Eisen-Komplex. Diesem Vorbild folgend versucht die supramolekulare Chemie, hochkomplexe, jedoch genau definierte Geometrien, wie Helikate, Fäden, Leitern, Rechen oder Gitter präparativ herzustellen und somit neuartige Materialien mit speziellen Eigenschaften zu entwickeln. Der Metallkomplex als zentrale Einheit der neuen Verbindungsklasse kann zu funktionalen supramolekularen Systemen führen. Diese könnten Anwendungen auf den Gebieten der Polyelektrolyte, der Elektrochemie (elektrisch leitende Polymere und Redoxkatalysatoren) und der Photochemie (organische Solarzellen) ermöglichen.

AB - Koordinationsverbindungen, die bereits im vorletzten Jahrhundert durch die klassische Komplexchemie und Koordinationslehre beschrieben wurden und seit den späten 50iger Jahren intensiv auf dem Gebiet der homogenen und heterogenen Katalyse Einsatz finden, stehen erneut im Mittelpunkt eines neuen Forschungsbereichs: der metallo-supramolekularen Chemie. Komplizierte, supramolekulare Liganden, als Weiterentwicklung einfacher einzähniger Liganden und Chelatliganden, führen auf der Basis von Selbstorganisations- und Selbsterkennungsprozessen zusammen mit koordinierenden Metallionen zu genau definierten supramolekularen Architekturen. Die Natur nutzt diese als wesentliche Funktionsträger in biologischen Systemen, z. B. den Hämoglobin-Eisen-Komplex. Diesem Vorbild folgend versucht die supramolekulare Chemie, hochkomplexe, jedoch genau definierte Geometrien, wie Helikate, Fäden, Leitern, Rechen oder Gitter präparativ herzustellen und somit neuartige Materialien mit speziellen Eigenschaften zu entwickeln. Der Metallkomplex als zentrale Einheit der neuen Verbindungsklasse kann zu funktionalen supramolekularen Systemen führen. Diese könnten Anwendungen auf den Gebieten der Polyelektrolyte, der Elektrochemie (elektrisch leitende Polymere und Redoxkatalysatoren) und der Photochemie (organische Solarzellen) ermöglichen.

U2 - 10.1002/ciuz.200300247

DO - 10.1002/ciuz.200300247

M3 - Article

VL - 37

SP - 180

EP - 187

JO - Chemie in Unserer Zeit

JF - Chemie in Unserer Zeit

SN - 0009-2851

IS - 3

ER -