Die Einzelfallanalyse als Instrument des strategischen Managements mIt besonderem Bezug auf die Erfolgsfaktorenforschung, Gegenüberstellung zur Branchenanalyse, Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und dem Situativen Ansatz

S. Mandorf

Research output: Book/ReportReportAcademic

Abstract

In der Betriebswirtschaftslehre, vor allem im strategischen Management und seinem Teilgebiet der Erfolgsfaktorenforschung, erlebt die Einzelfallanalyse derzeit eine Renaissance. Unterstützt durch Autoren, wie Mintzberg,[1] wird wieder stärker auf die Einzelfallanalyse im Gegensatz zur bisher bevorzugten Branchenanalyse zurückgegriffen. Der Trend geht dahin, das Unternehmen am Markt, möglichst in einer Markt-Nische, zu positionieren, so dass es möglichst unabhängig von Konkurrenten agieren kann. Bei einer solchen Positionierung kann ein Unternehmen jedoch nicht mehr von den Strategien anderer erfolgreicher Konkurrenten der Branche lernen oder sich mit ihnen vergleichen, sondern muss seinen individuellen Weg finden und damit seiner individuellen Strategie folgen. Je größer der Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen wird, z.B. aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Märkte und der damit verbundenen größeren Anzahl von Wettbewerbern, je eher ist es bereit, sich mit einer individuellen Nischen-Strategie zu positionieren.[2] Das bedeutet andererseits jedoch, dass es bei seinen Unternehmensanalysen zunehmend auf die Einzelfallanalyse angewiesen ist. Den Grundlagen und wesentlichen Aspekten der Einzelfallanalyse soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden. Dabei werden Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und aus dem Situativen Ansatz besonders herausgearbeitet. Die Systemtheorie sieht Unternehmen als Systeme an, die sich in einem übergeordneten System „Umwelt" befinden. Somit teilt sie die Unternehmen in Systemhierarchien ein, in welcher die einzelnen Ebenen mit einander in Beziehungen stehen. Gerade der Situative Ansatz war einige Zeit wenig gebräuchlich und wurde wegen diverser Schwierigkeiten bei der Analyse der zahlreichen Einflussfaktoren nur eingeschränkt ausgewertet. Natürlich war der situative Ansatz nie ganz verschwunden, er wurde im Gegenteil von einigen Wissenschaftlern, wie z.B. Staehle,[3] als die einzig wahre Form der wissenschaftlichen Analyse angesehen. Aber da die Datenflut eine Anwendung und sinnvolle Auswertung des Situativen Ansatzes stark erschwerte, verwendete die große Mehrheit der Betriebswirte Branchenanalysen, um eine Positionierung gegenüber den Mitbewerbern am Markt durchzuführen.[4] Inzwischen haben sich die Umstände aufgrund der steigenden Leistung und der Einsatzmöglichkeiten der Computertechnologie wesentlich verändert. Die Einzelfallanalyse erscheint nun wieder viel versprechend und insbesondere die Ideen des Situativen Ansatzes treten wieder stärker in den Vordergrund. In Zeiten wachsender Unsicherheit und Globalisierung finden immer mehr Analysen zum Situativen Ansatz zurück, wie er ähnlich in den 60er/70er Jahren von Lawrence/Lorsch propagiert wurde.[5]
Original languageGerman
Place of PublicationMunich
PublisherGrin Academic Publishing House
Number of pages48
ISBN (Print)978-3-638-95274-3
Publication statusPublished - 2008

Cite this

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TY - BOOK

T1 - Die Einzelfallanalyse als Instrument des strategischen Managements mIt besonderem Bezug auf die Erfolgsfaktorenforschung, Gegenüberstellung zur Branchenanalyse, Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und dem Situativen Ansatz

AU - Mandorf, S.

PY - 2008

Y1 - 2008

N2 - In der Betriebswirtschaftslehre, vor allem im strategischen Management und seinem Teilgebiet der Erfolgsfaktorenforschung, erlebt die Einzelfallanalyse derzeit eine Renaissance. Unterstützt durch Autoren, wie Mintzberg,[1] wird wieder stärker auf die Einzelfallanalyse im Gegensatz zur bisher bevorzugten Branchenanalyse zurückgegriffen. Der Trend geht dahin, das Unternehmen am Markt, möglichst in einer Markt-Nische, zu positionieren, so dass es möglichst unabhängig von Konkurrenten agieren kann. Bei einer solchen Positionierung kann ein Unternehmen jedoch nicht mehr von den Strategien anderer erfolgreicher Konkurrenten der Branche lernen oder sich mit ihnen vergleichen, sondern muss seinen individuellen Weg finden und damit seiner individuellen Strategie folgen. Je größer der Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen wird, z.B. aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Märkte und der damit verbundenen größeren Anzahl von Wettbewerbern, je eher ist es bereit, sich mit einer individuellen Nischen-Strategie zu positionieren.[2] Das bedeutet andererseits jedoch, dass es bei seinen Unternehmensanalysen zunehmend auf die Einzelfallanalyse angewiesen ist. Den Grundlagen und wesentlichen Aspekten der Einzelfallanalyse soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden. Dabei werden Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und aus dem Situativen Ansatz besonders herausgearbeitet. Die Systemtheorie sieht Unternehmen als Systeme an, die sich in einem übergeordneten System „Umwelt" befinden. Somit teilt sie die Unternehmen in Systemhierarchien ein, in welcher die einzelnen Ebenen mit einander in Beziehungen stehen. Gerade der Situative Ansatz war einige Zeit wenig gebräuchlich und wurde wegen diverser Schwierigkeiten bei der Analyse der zahlreichen Einflussfaktoren nur eingeschränkt ausgewertet. Natürlich war der situative Ansatz nie ganz verschwunden, er wurde im Gegenteil von einigen Wissenschaftlern, wie z.B. Staehle,[3] als die einzig wahre Form der wissenschaftlichen Analyse angesehen. Aber da die Datenflut eine Anwendung und sinnvolle Auswertung des Situativen Ansatzes stark erschwerte, verwendete die große Mehrheit der Betriebswirte Branchenanalysen, um eine Positionierung gegenüber den Mitbewerbern am Markt durchzuführen.[4] Inzwischen haben sich die Umstände aufgrund der steigenden Leistung und der Einsatzmöglichkeiten der Computertechnologie wesentlich verändert. Die Einzelfallanalyse erscheint nun wieder viel versprechend und insbesondere die Ideen des Situativen Ansatzes treten wieder stärker in den Vordergrund. In Zeiten wachsender Unsicherheit und Globalisierung finden immer mehr Analysen zum Situativen Ansatz zurück, wie er ähnlich in den 60er/70er Jahren von Lawrence/Lorsch propagiert wurde.[5]

AB - In der Betriebswirtschaftslehre, vor allem im strategischen Management und seinem Teilgebiet der Erfolgsfaktorenforschung, erlebt die Einzelfallanalyse derzeit eine Renaissance. Unterstützt durch Autoren, wie Mintzberg,[1] wird wieder stärker auf die Einzelfallanalyse im Gegensatz zur bisher bevorzugten Branchenanalyse zurückgegriffen. Der Trend geht dahin, das Unternehmen am Markt, möglichst in einer Markt-Nische, zu positionieren, so dass es möglichst unabhängig von Konkurrenten agieren kann. Bei einer solchen Positionierung kann ein Unternehmen jedoch nicht mehr von den Strategien anderer erfolgreicher Konkurrenten der Branche lernen oder sich mit ihnen vergleichen, sondern muss seinen individuellen Weg finden und damit seiner individuellen Strategie folgen. Je größer der Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen wird, z.B. aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Märkte und der damit verbundenen größeren Anzahl von Wettbewerbern, je eher ist es bereit, sich mit einer individuellen Nischen-Strategie zu positionieren.[2] Das bedeutet andererseits jedoch, dass es bei seinen Unternehmensanalysen zunehmend auf die Einzelfallanalyse angewiesen ist. Den Grundlagen und wesentlichen Aspekten der Einzelfallanalyse soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden. Dabei werden Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und aus dem Situativen Ansatz besonders herausgearbeitet. Die Systemtheorie sieht Unternehmen als Systeme an, die sich in einem übergeordneten System „Umwelt" befinden. Somit teilt sie die Unternehmen in Systemhierarchien ein, in welcher die einzelnen Ebenen mit einander in Beziehungen stehen. Gerade der Situative Ansatz war einige Zeit wenig gebräuchlich und wurde wegen diverser Schwierigkeiten bei der Analyse der zahlreichen Einflussfaktoren nur eingeschränkt ausgewertet. Natürlich war der situative Ansatz nie ganz verschwunden, er wurde im Gegenteil von einigen Wissenschaftlern, wie z.B. Staehle,[3] als die einzig wahre Form der wissenschaftlichen Analyse angesehen. Aber da die Datenflut eine Anwendung und sinnvolle Auswertung des Situativen Ansatzes stark erschwerte, verwendete die große Mehrheit der Betriebswirte Branchenanalysen, um eine Positionierung gegenüber den Mitbewerbern am Markt durchzuführen.[4] Inzwischen haben sich die Umstände aufgrund der steigenden Leistung und der Einsatzmöglichkeiten der Computertechnologie wesentlich verändert. Die Einzelfallanalyse erscheint nun wieder viel versprechend und insbesondere die Ideen des Situativen Ansatzes treten wieder stärker in den Vordergrund. In Zeiten wachsender Unsicherheit und Globalisierung finden immer mehr Analysen zum Situativen Ansatz zurück, wie er ähnlich in den 60er/70er Jahren von Lawrence/Lorsch propagiert wurde.[5]

M3 - Rapport

SN - 978-3-638-95274-3

BT - Die Einzelfallanalyse als Instrument des strategischen Managements mIt besonderem Bezug auf die Erfolgsfaktorenforschung, Gegenüberstellung zur Branchenanalyse, Bezugsaspekte aus der Systemtheorie und dem Situativen Ansatz

PB - Grin Academic Publishing House

CY - Munich

ER -